Einfache Sprache

Einfache Sprache ist wichtig, damit wir einander verstehen.
Ausführliche Informationen finden Sie in unserem Buch „Einfache Sprache“

Wichtig für LERNEN FÖRDERN:

  • Einfache Sprache soll in der Öffentlichkeit bekannt werden
  • Informationen sollen in Einfacher Sprache geschrieben werden
  • Regeln für Einfache Sprache sollen angewandt werden

UN-Behindertenrechtskonvention

„Artikel 21 der UN-Behindertenrechtskonvention erkennt u.a. das Recht von behinderten Menschen an, sich Informationen und Gedankengut frei zu beschaffen, zu empfangen und weiterzugeben. In ihrem Artikel 9 Absatz 1 verpflichtet die UN-Behindertenrechtskonvention ihre Unterzeichnerstaaten, geeignete Maßnahmen zu treffen, um für Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt mit anderen den Zugang zu Information und Kommunikation, einschließlich Informations- und Kommunikationstechnologien und -systemen, zu gewährleisten.“

Was ist Einfache Sprache?

Leichte Sprache
– wird immer bekannter
– wird schon fast selbstverständlich verwendet
auf Websites, in Broschüren und Flyern

Leichte Sprache / Einfache Sprache
– wird oft synonym verwendet
– die Begriffe sind nicht geschützt

Aber: Was ist Leichte Sprache? Was ist Einfache Sprache?

Leichte Sprache Einfache Sprache
verzichtet (weitgehend) auf alle Nebensätze,
Verzichtet vor allem auf verschachtelte Nebensätze,- erlaubt Ellipsen, also unvollständige Sätze:
Schlecht“ statt: „Das ist schlecht“,– verwendet bekannte Wörter:
„Bus und Bahn“ ist besser als „Öffentlicher Personennahverkehr“,
– bevorzugt kurze Wörter: „Bus“ ist besser als „Omnibus“,
– erklärt schwierige Wörter,
– formuliert aktiv (nicht passiv),
– verzichtet auf komplizierte Grammatikstrukturen (Genitiv, Konjunktiv),
-ersetzt hohe Zahlen oder Prozentangaben durch sprachliche Erklärungen:
viele, fast alle, manche, sehr viel, wenig…,
– erleichtert das Lesen durch:
– Bindestrich (für längere, zusammengesetzte Wörter): Bundes-Ministerium
– Doppelpunkt als „hinweisendes Signal“Außerdem gilt:
– das Schriftbild ist klar, ohne Schnörkel (Serifen),
– das Schriftbild ist ausreichend groß,
– nach jedem Satzzeichen und bei sinnvollen Satzabschnitten kommt ein Absatz,
– die Optik von Bild und Schrift ist übersichtlich,
– es gibt wenig Farben,
– einfache Illustrationen sind besser als Fotos (mit vielen Details).
Orientiert sich an den „herkömmlichen“ Regeln in Rechtschreibung und Satzbau.

Einfache Sprache

– besteht aus längeren Sätze (8 – 15 Wörter),

– erlaubt Nebensätze,

– verzichtet aber möglichst auf verschachtelte Nebensätze
(empfohlen ist maximal ein Komma),

– alle alltäglichen Begriffe sind zulässig,

-Fremdwörter werden erklärt.

Einfache Sprache

-Für die Gestaltung gibt es keine strengen Vorgaben.
Aber:
Der Text soll überschaubar sein.

 

 

Leichte Sprache = Sprachniveau A1 Einfache Sprache = Sprachniveau A2/B1 
BEISPIELE

„Haben Sie Fragen? Sie können uns anrufen.“

Viele Menschen oder fast 15-Tausend Menschen

Einige / wenige

Vor langer Zeit

 

„Wenn Sie noch Fragen haben, rufen Sie uns einfach an.“

14.795 Menschen

14%

Im Jahr 1876

Schwere Sprache

… ist
– Behördendeutsch
– Fachsprache
– Expertensprache
– Zeitungssprache
– Oft die „geschriebene“ / „formale“ Sprache
– Literatursprache (Beispiel „Faust“)

 

 

 

 

Schwere Sprache = Sprachniveau B2 – C2

 

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