Fortbildung
Lernen, Gedächtnis und Gefühle – Guter Unterricht berücksichtigt Struktur und Funktion des Gedächtnisses
Referent: Prof. Karl-Heinz Eser

Lernen ist das zentrale Prinzip lebenslanger menschlicher Entwicklung. Das Gedächtnis ist die notwendige innere Struktur, die Lernen erst ermöglicht und sich dabei selbst entwickelt. Man könnte auch sagen: „Lernen ohne Gedächtnis ist wie Fahrradfahren ohne Fahrrad“. Beide Prozesse sind zwei Seiten derselben Medaille – die psychisch-bewusstseinsfähige und die hirnorganische. Umfang und Güte des Lernens und seiner Produkte hängen nicht zuletzt von der Funktionstüchtigkeit des Gedächtnisses ab, indirekt auch das Intelligenzpotenzial, wenn man es mit Lernfähigkeit umschreibt. Dabei erscheint insbesondere das Arbeitsgedächtnis als „Flaschenhals“ kognitiver Leistungsfähigkeit. Ohne den „Motor“ des Lernens, die persönliche emotionale und motivationale Dynamik, wäre dieser gesamte Prozess allerdings nicht lebenstüchtig.

Der dreiteilige foliengestützte Vortrag stellt zunächst die heutige wissenschaftliche Sicht auf den gesamten Gedächtnisprozess zusammen mit seinen Besonderheiten bei (jungen) Menschen mit Lernbehinderung vor, bevor er ableitbare Vorschläge für eine gedächtnisfreundliche Lehr- und Lernpraxis erörtert.

Die Präsentation der Fortbildung und die Aufzeichnung können hier abgerufen werden

Familienhintergrund, Intelligenz und berufliche Zukunft – Einige Zusammenhänge nach aktuellen Studien
Wenn es schulisch-beruflich und bei der Bewältigung anderer Lebensaufgaben dauerhaft nicht so gut läuft, kommen regelmäßig Fragen nach den Ursachen auf. Spielt das familiäre und/oder soziale Umfeld eine Rolle? Sind es persönliche Besonderheiten körperlicher oder seelischer Natur, die zu den Schwierigkeiten führen? Zur Klärung macht der Vortrag mit einigen Zusammenhängen zwischen Familienhintergrund, Intelligenz und beruflicher Zukunft bekannt, die aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen anbieten. Die Ausführungen münden in Überlegungen zum pädagogischen Ertrag dieser Studien und dem Umgang mit sozialer Benachteiligung.
Video zum Vortrag: Prof. Karl-Heinz Eser

 

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Lernbehinderung, die Behinderung auf den 2. Blick 

Teilhabe im 21. Jahrhundert

Lernbehinderung braucht inklusives Denken und Handeln

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